Workouts und Trainingspläne in Zwift

Zwift bietet neben freien Fahrten, Gruppenfahrten und Rennen gegen andere auch die Möglichkeit mit spezifischen Workouts zu trainieren. Dabei wird ein Workout in verschiedene Abschnitte unterteilt, die strukturiert abgearbeitet werden können. Je Programmabschnitt wird dann der Rollentrainer automatisch auf eine bestimmte Wattzahl eingestellt, wobei dieser Widerstand unabhängig vom geschalteten Gang gleich bleibt (ERG-Modus). Du kannst Workouts abhängig von Deiner verfügbaren Zeit auswählen zum Beispiel Workouts bis zu 60 Minuten, 60-90 Minuten oder über 90 Minuten.

Zwift Workout Übersicht


Trainingspläne

Neben einzelnen Workouts gibt es auch ganze Trainingspläne von erfahrenen Coaches, die mehrere Workouts beinhalten und über mehrere Wochen dauern. Die Trainingseinheiten sind genau aufeinander abgestimmt und für unterschiedliche Ziele gedacht. So gibt es beispielsweise Trainingspläne zur Vorbereitung auf einen Wettkampf oder speziell für den Olympischen Triathlon, Workout-Pläne um 100km am Stück durchzuhalten oder Deinen FTP-Wert zu verbessern, aber auch Time Trial spezifische Pläne. Die Zwift Companion App hilft dir mit Erinnerungen auf deinem Smartphone dabei die Workouts rechtzeitig zu machen.

Zwift Trainingspläne

Zwift selbst bietet inzwischen nur zum Radtraining fast 1000 Workouts und Trainingspläne. Dazu gibt es über 500 weitere Trainingspläne, die von anderen Zwift-Mitgliedern online gestellt wurden. Eine praktische Übersicht aller Workouts und Trianingspläne findest Du bei whatsonzwift.com/workouts. Du kannst Workouts übrigens auch selbst erstellen im Workout-Editor von Zwift unter Training, Workouts „eigenes erstellen“.

Eigenes Workout

Alternativ kannst Du auf der Webseite zwofactory.com mittels Online-Tool. Du kannst sogar echte Outdoor-Strecken simulieren und nachfahren. Mit Hilfe eines Online-Converters kannst Du zum Beispiel vorab auf der GPX-Strecke von deinem nächsten Wettkampf trainieren.

Details zu den Workouts

Die Workouts bei Zwift sind wattgesteuert und orientieren sich an Deinem FTP-Wert. Functional Treshold Power ist die Leistung, die Du im Durchschnitt über eine Stunde aufrechterhalten kannst. Wenn Du bei freien Fahrten, bei Gruppenfahrten oder in Rennen fährst, berechnet Dir Zwift automatisch Deinen FTP-Wert. Wenn Du dich bei einer Fahrt verbesserst, wird dir am Ende Dein neuer FTP-Wert angezeigt. Alternativ dazu hat Zwift auch spezielle Workouts um Deinen FTP-Wert zu ermitteln.

Zwift FTP-Test

Der standardmäßige FTP-Test startet mit einer 20 minütigen Aufwärmphase, gefolgt von ein paar kurzen Rampen bei 90%, 110% und 130% deines aktuellen FTP-Wertes. Nach einer kurzen Erholungsphase von 5 Minuten bei 60% deines FTP-Werts, folgen 5 Minuten bei 110% um deine Beine zu aktivieren. Nach weiteren 10 Minuten lockerem Pedalieren (60% FTP) hast du dann 20 Minuten Zeit alles aus dir rauszuholen um deinen aktuellen FTP-Wert zu bestimmen. Danach folgen noch 10 Minuten Cooldown-Phase.

Zwift FTP-Test


Stufentest

Neben der Standard-Variante bietet Zwift von Haus aus auch noch eine vereinfachte Variante des FTP-Tests mit weniger Abschnitten zum Einfahren an. Fortgeschrittene können alternativ zum Zwift FTP-Test auch einen Stufentest durchführen. Damit kann neben dem FTP- auch noch der MAP- und VO2Max-Wert ermittelt werden. Weitere Details dazu findest Du in folgendem Video:

Zwift Stress Points

Die sogenannten „Stress Points“ bei Zwift entsprechen der „Training Stress Score“ (TSS) von TrainingPeaks. Dahinter steckt eine Metrik, die angibt, wie anstrengend ein Workout ist. Dies bestimmt sich aus der Trainingsdauer, Leistung und Intensität im Verhältnis zum FTP. Eine Stunde Training mit Deiner FTP-Leistung entspricht 100 TSS. Der TSS-Wert ist übrigens ein sehr guter Indikator dafür, wie viel Regenrationszeit Du nach Deinem Training einplanen solltest.

Formel: TSS = [(Sekunden x NP x IF / (FTP x 3600)] x 100

Wobei IF den Intensitätsfaktor beschreibt und NF die Normalized Power des Workouts.

Beispiele für einen FTP von 250:
– FTP für eine Stunde: [(3600 x 250 x 1) / (250 x 3600)] x 100 = 100
– 75% FTP für 3 h: [(10800 x 187,5 x 0,75) / (250 x 3600)] x 100 = 169
– 50% FTP für 5 h: [(18000 x 125 x 0,5) / (250 x 3600)] x 100 = 125

Da bei Zwift Workouts bereits vorab feststeht, welche Belastung in den Trainingsabschnitten stattfinden soll und diese in X% vom FTP angegeben werden, kann zur Vorberechnung der Stress Points folgende vereinfachte Formel angewendet werden pro Abschnitt:

TSS-Prognose = [(Sekunden x IF²) / 3600] x 100

Beispiel für einen Workout-Abschnitt mit 60 Minuten bei 60% FTP:
[(3600 x 0,6²) / 3600] x 100 = 36

Wenn man dann das Workout durchführt erhältst Du ein tatsächliches Leistungsprofil mit Normalized Power und kannst dann sicherlich leichte Abweichungen zu den prognostizierten Stress Points feststellen.

Mehr zum Thema Stress Points bzw. TSS findest du auf Englisch hier.

Trainingszonen Z1 bis Z6

Ferner gibt es die Trainingszonen Z1 bis Z6, sowie die aufgerechnete Zeit pro Zone. Die 6 Zonen lassen sich durch die Coggan Power Zones aus der Trainingswissenschaft folgendermaßen beschreiben:

Zone Name Durchschnittliche Leistung vom FTP Durchschnittliche Herzfrequenz*
1 Aktive Erholung < 55% < 68%
2 Ausdauer 56-75% 69-83%
3 Tempo 76-90% 84-94%
4 Laktat-Schwelle 91-105% 95-105%
5 VO2Max 106-120% >106%
6 Anaerobe Kapazität >121% N/A

*100% entspricht der HF bei der Laktat-Schwelle.

Wenn du an bestimmten Skills arbeiten möchtest wie z.B. Ausdauer, Tempo oder VO2Max, dann solltest du natürlich auch öfters mal in den entsprechenden Zonen für dich trainieren.

Workout Intensität anpassen

Da sich die Watt-Werte eines Workout-Abschnitts immer an Prozent-Werten deines aktuellen FTP-Werts beziehen, kann es passieren, dass die vorgegebene Intensität eines Workout-Abschnitts nicht passt. Das merkst du zum Beispiel daran, dass Deine Herzfrequenz für einen Abschnitt im Grundlagenausdauerbereich plötzlich zu hoch ist.

Beispiel: Dein FTP-Wert liegt bei 250 und du sollst eine Grundlagenausdauer-einheit über 90 Minuten fahren bei 70% deines FTP-Werts. So wird der Widerstand deines Rollentrainers auf 175 Watt eingestellt. Heute hast du aber einen nicht so guten Tag erwischt und deine Herzfrequenz liegt bei dieser Belastung über 80% deiner maximalen Herzfrequenz.

In den beschrieben Fällen macht es Sinn die Intensität des Workouts kurzfristig anzupassen. Dazu gibt es bei den Zwift Workouts verschiedene Varianten.

Variante 1: Beim Workout werden Dir links die einzelnen Abschnitte angezeigt. Darunter gibt es einen Pfeil nach oben und einen nach unten. Damit kannst du in 1% Schritten die Intensität des Workouts steuern. Alternativ zu den beiden Pfeilen kannst du auch die Tasten „Page Up“ zum Erhöhen bzw. „Page Down“ zum Reduzieren der Intensität verwenden.

Variante 2: Du änderst deinen FTP-Wert in den persönlichen Einstellungen. Damit ändert sich automatisch auch die Intensität des Workouts, da diese abhängig von dem aktuell eingestellten FTP-Wert ist.

Zwift Workout als Gruppenfahrt

Wem die Workouts alleine zu langweilig sind und wer lieber die Gesellschaft anderer Zwifter genießt, der kann auch bei Gruppenfahrten teilnehmen, bei denen bestimmte Workouts zusammen gefahren werden. Das steigert die Motivation deutlich und bringt mehr Unterhaltung, sowie Abwechslung ins Training. Eine Übersicht der anstehenden Gruppenfahrten mit Workouts findest du hier.

Zwift FAQ auf Deutsch

Was benötige ich um mit Zwift trainieren zu können?

Für Zwift benötigst du zunächst die Software, sowie etwas Ausstattung und Zubehör. Neben dem Fahrrad und dem Rollentrainer benötigst du eine Internetverbindung, einen Computer mit Bluetooth oder ANT+ Schnittstelle, einen Bluetooth / ANT+ Herzfrequenzgurt, sowie ggf. einen ANT+ / Bluetooth Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor. Genauere Details dazu findest du in unserem Artikel Was brauche ich um mit Zwift trainieren zu können?

Welche Rollentrainer sind mit Zwift kompatibel? Bei welchen wird der Widerstand automatisch eingestellt?

Eine Liste der unterstützen Rollentrainer findest du auf der offiziellen Zwift Webseite. Unterschieden wird zwischen einfachen Rollentrainer mit einem manuell einstellbaren Widerstand und sogenannten Smarttrainern, bei denen Zwift direkt den Widerstand steuern kann.

Kann ich Zwift kostenlos testen?

Ja, du kannst Zwift kostenlos testen! Wenn du deinen Account anlegst, kannst du eine Woche lang die Zwift Demo testen. Danach kannst du pro Monat 25 Kilometer Zwift gratis nutzen. Wenn du 25 Kilometer überschreitest, bekommst du einen Hinweis, dass deine Probekilometer abgelaufen sind. Allerdings kannst du diese Meldung einfach wegklicken und im Rahmen dieser Fahrt weitermachen so lange du möchtest. Wenn du dann die 25 Probekilometer aufgebraucht hast, lässt dich Zwift beim nächsten Mal nicht mehr selbst fahren bis die nächsten 25 Kilometer für den Folgemonat freigeschaltet werden.

Wo gehts zum Zwift Download?

Hier gehts zum Zwift Download der Zwift Installationsdatei für iOS, Mac und Windows. Wenn du diese Datei ausführst, wird die Zwift Installation gestartet und alle erforderlichen Dateien werden heruntergeladen und installiert.

Wann kommt Zwift für Android?

Seit Juli 2018 gibt es einen öffentlichen Beta-Test der Zwift Android-Version. Die Zwift Andorid-App findest du im Google Play Store zum Download. Da die Andorid-Smartphones der verschiedenen Hersteller sehr unterscheiden sind, gibt es keine Hardware-Voraussetzungen wie z.B. Andorid 6, Quad-Core CPU mit 1.4Ghz und 4GB-RAM. Stattdessen entsteht im Rahmen des Zwift Android Beta-Tests eine Liste mit Smartphones, auf denen die Zwift Android App gut läuft (z.B. Samsung Galaxy S8 oder neuer) und andere Smartphones bei denen die App akzeptabel läuft (z.B. Samsung Galaxy S7).

Was kostet Zwift?

Es gibt mehrere Möglichkeiten alle Vorteile von Zwift zu nutzen und die komplette Mitgliedschaft zu bekommen.
Zum einen kannst du für 15 Euro monatlich ein Zwift-Abo abschließen. Du kannst dieses Abo jederzeit kündigen und deine Mitgliedschaft zum Monatsende beenden.
Außerdem kannst du auch Zwift ohne Abo mittels Gift Card für 3 Monate (45 US-Dollar) oder 12 Monate (180 US-Dollar) kaufen. Du erhälst dann einen Promo-Code, den du jederzeit wie ein Zwift Gutschein einlösen kannst. Ab dem Zeitpunkt des Einlösens beginnt dann deine Mitgliedschaft und du siehst im Startbildschirm wie lange deine bezahlte Zwift Mitgliedschaft noch gültig ist.

Kann man einen Zwift Account teilen?

Nein, das ist nicht möglich. Da das Benutzerprofil persönliche Einstellungen zum jeweiligen Nutzer beinhaltet so wie Größe, Gewicht und Wattwerte, ergibt das auf Dauer auch wenig Sinn. Man kann sich allerdings auf einem PC mit unterschiedliche Zwift-Accounts anmelden, wenn zum Beispiel zwei oder mehrere Personen einen PC verwenden. Jeder Account muss dann allerdings separat über eine bezahlte Zwift Mitgliedschaft verfügen um den vollen Funktionsumfang zu nutzen. Anders herum kannst du deinen Zwift-Account auch auf unterschiedlichen PCs verwenden. Weitere Details zum Thema gibts auf der offiziellen Support Seite von Zwift.

Wie kündigt man Zwift?

Wenn du ein Zwift Abo abgeschlossen hast, das jeden Monat automatisch verlängert wird, kannst du deine Zwift-Mitgliedschaft ganz einfach kündigen. Dazu gehst du auf die Webseite my.zwift.com und loggst dich mit deinem Benutzer und Passwort ein, das du auch für das Zwift-Game verwendest. Wenn du eingeloggt bist, siehst du dein Profil und eine Übersicht deiner Aktivitäten. Um die Mitgliedschaft zu kündigen klickst du auf „Settings“ und danach oben auf den Reiter „Billing“. Dort siehst du unter Status deine Art der Mitgliedschaft. Diese kannst du hier auf dieser Seite zum Monatsende einfach kündigen. Es gibt also keine Mindestvertragslaufzeit, wie das bei anderen Abos häufig der Fall ist.

Wahrscheinlich wirst du, wie die meisten anderen Fahrer auch, Zwift nur in den kalten Wintermonaten nutzen. Es ist kein Problem die bezahlte Mitgliedschaft zu kündigen. Dann bist du wieder im Demo-Modus und kannst pro Monat 25 Kilometer fahren mit deinem Account. Wenn du dich dann nächsten Winter wieder für eine komplette Mitgliedschaft entscheidest, kannst du mit deinem Profil mit all deinen erreichten Erfahrungspunkten und Ausrüstungsgegenständen für deinen Avatar weiterfahren. Du musst dafür keinen neuen Account anlegen.

Die Verbindung zwischen ANT+ Dongel und den Sensoren bricht häufig ab. Was kann ich tun?

Einen ausführlichen Beitrag, der auf die verschiedenen Ursachen und Lösungsmöglichkeiten bei ANT+ Verbindungsabbrüchen eingeht, findet ihr auf unserem Blog hier.

Welche Tastaturbefehle gibt es in Zwift?

Zwift Tastaturbelegung
Belegung der Zwift Tasten auf der Tastatur.

Mit den Nummerntasten 0-9 steuerst du die Perspektive der Kamera:
1: Standard-Ansicht
2-9: Ansicht ändern
0: Panorama-Ansicht (Zoom mit + und -)

Tastenbelegung der Buchstaben:
A: Geräte koppeln Bildschirm
E: Workout Bildschirm
G: Watt / Herzfrequenz Graph an / aus
M: Gruppennachricht senden
P: Promo Code für Ausrüstungsgegenstände eingeben
T: Avatar individualisieren
U: Maßeinheiten wechseln (metrisch / imperial)

Belegung der Funktionstasten F1 bis F10:
F1: Ellenbogen
F2: Winken
F3: Ride On!
F4 bis F9: Verschiedene Ausrufe
F10: Screenshot

Sonstige Tasten:
Leertaste: Power-Up aktivieren
Tab: Aktuellen Intervall überspringen
Pfeil nach oben: Zeige Aktions bzw. Optionsmenü an (Auswahl mittels Pfeiltasten rechts / links)
Pfeil nach unten: Richtungswechsel (U-Turn)
Page Up/Down: Workout Intensität einstellen in % vom FTP-Wert
ESC: Ride beenden (nochmal Escape fährt zurück zum Spiel)

Zwift Aktions- und Optionsmenü
Zwift Aktions- und Optionsmenü

Wie kann ich eine andere Karte in Zwift auswählen?

Zwift gibt am Anfang jeden Monats einen Kalender heraus, der zeigt an welchem Tag welche Karte gefahren wird. Somit kannst du standardmäßig nur zwischen verschiedenen Strecken auf der vorgegebenen Karte wechseln. Wenn du eine andere Karte fahren möchtest, ist wahrscheinlich der einfachste Weg, dass du dir ein Event suchst, dass auf einer anderen Karte stattfindet.

Es gibt allerdings auch Möglichkeiten Zwift bei der starren Kartenvorgabe auszutricksen. Mit diesem zusätzlichen Tool kannst du die Karten in Zwift selbst wählen. Du kannst die Konfiguration auch selbst übernehmen. Wie das genau funktioniert, erfährst du hier.

Wo kann ich meine Zwift Ergebnisse nach Gruppenfahrten bzw. Rennen nachgucken?

Die Ergebnislisten zu Zwift-Events findest du bei zwiftpower.com. Damit auch deine Ergebnisse bei zwiftpower.com auftauchen, musst du dort allerdings zunächst einen Account anlegen und mit deinem Zwift-Account verknüpfen. Wie das geht, kannst du als Schritt für Schritt Anleitung unter dem Abschnitt „Deine Rennergebnisse“ in dem Beitrag Gruppenfahrten und Rennen lesen.

Zwiftpower Rennergebnisse
Hier siehst du die Ergebnisse zu Tour of New York Stage 1, sowie das Höhenprofil der gefahrenen Strecke.

Es gibt Gruppenfahrten und Rennen bei denen nicht alle Teilnehmer die gleichen Trikots tragen. Wieso ist das so?

Das kann der Organisator des Events nach eigenen Präferenzen selbst einstellen. Bei manchen Gruppenfahrten oder Rennen legen die Veranstalter Wert auf Individualität, damit sich die Teilnehmer besser auseinander halten lassen. Bei anderen Events wiederum soll ein einheitliches Erscheinungsbild möglich sein, um sich von anderen Fahrern auf der Strecke abzuheben.

Was ist ein FTP-Wert und wie finde ich meinen heraus?

FTP steht für Functional Threashold Power und gibt an, wie viel Watt im Durchschnitt du über einen bestimmten Zeitraum leisten kannst.

Wenn du mit Zwift fährst und an Gruppenfahrten bzw. Rennen teilnimmst, berechnet Zwift deinen FTP-Wert automatisch. Du kannst allerdings auch gezielt einen FTP-Test oder den erweiterten Stufentest als Workout machen um einen möglichst exakten Wert zu erhalten.

Wenn du einen neuen FTP-Wert erreichst, wird dieser dir beim beenden deiner Fahrt angezeigt. Ansonsten kannst du im Menü unter deinen Details (Bearbeiten-Knopf bei deinem Namen) deinen aktuellen FTP-Wert jederzeit einsehen.

Für was ist der FTP-Wert in Zwift relevant?

Zwift wird basierend auf deinem aktuellen FTP-Wert deine individuellen Leistungsbereiche für die Workouts und Trainingspläne ermitteln. Die Intensitäten einzelnen Trainingseinheiten sind meistens in Prozent von deinem FTP angegeben bzw. ausgerechnet.

Außerdem ist dein FTP-Wert relevant für eine vernünftige Leistungsklassifizierung bei den meisten Zwift Events, damit du in etwa mit gleich starken anderen Teilnehmern zusammen fahren kannst.

Gibt es online eine Liste aller Zwift Workouts?

Ja, eine Liste mit allen Workouts und den dazugehörigen Details gibt es hier.

Wie kann ich den Schwierigkeitsgrad bzw. die Intensität der Workouts beeinflussen?

Die Workouts beziehen sich immer auf eine gewisse Prozent-Zahl deines aktuellen FTP-Wertes. Die Wattwerte für eine Einheit werden also entsprechend berechnet.

Beispiel: Dein FTP-Wert ist 200, und du sollst eine lockere Ausdauereinheit über 90 Minuten bei 50% deines FTP-Wertes machen, dann wird im ERG-Modus der Widerstand des Rollentrainers auf 100 Watt eingestellt.

Wenn du den Schwierigkeitsgrad bzw. die Intensität verringern bzw. erhöhen möchtest kannst du das folgendermaßen tun:

Variante 1: Im Workout werden dir links die zu absolvierenden Einheiten angezeigt. Darunter gibt es einen Pfeil nach oben und einen nach unten. Damit kannst du in 1%-Schritten von deinem FTP-Wert den Schwierigkeitsgrad bzw. der zu leistenden Watt der Trainingseinheiten im Workout beeinflussen.

Variante 2: Anstatt der beiden Pfeile unterhalb der Workout-Übersicht, kannst du auch die Tasten Page Up und Page Down verwenden, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen bzw. zu reduzieren.

Variante 3: Du änderst deinen FTP-Wert in den Einstellungen. Damit ändern sich entsprechend auch die Trainingsbereiche, da diese abhängig von deinem aktuellen FTP-Wert eingestellt werden.

Gibt es bei den Workouts auch Power-Ups?

Nein, bei Workouts gibt es keine Power-Ups. Hier ist der ERG-Modus aktiv und damit musst du immer genau die vorgegebene Leistung aufbringen. Power-Ups erhälst du nur bei freien Fahrten, Gruppenfahrten oder Rennen.

Bei den Einstellungen gibt es einen Regler „Trainer Difficulty“ bzw. „Trainer Schwierigkeitsgrad“. Wie sollte ich diesen einstellen?

Zwift Einstellungen
Zwift Einstellungen mit „Trainer Difficulty“ bzw. „Trainer Schwierigkeitsgrad“

Die Einstellung „Trainer Difficulty“ bzw. „Trainer Schwierigkeitsgrad“ ist verfügbar, wenn ein Smarttrainer angeschlossen ist, der von Zwift unterstützt wird. Damit lässt sich der wahrnehmbare Schwierigkeitsgrad bei Steigungen einstellen.

Die Einstellung hat keinen Einfluss auf die zu erbrachte Leistung in Watt. Wer während eines Anstiegs mehr Watt produziert, ist am Ende schneller den Berg hochgefahren.

Als Standardwert ist hier 50% hinterlegt. Damit fühlt sich eine 10% Steigung in Zwift wie eine 5% Steigung in Wirklichkeit an. Manche Rollentrainer können nur eine maximale Steigung von 7% simulieren, da die Widerstandsleistung beschränkt ist.

Anders betrachtet bedeutet diese Einstellung, wie viele Gänge ihr schalten müsst um die gleiche Wattleistung zu erbringen. Wenn die Einstellung nun erhöht wird, werden euch die Anstiege im Spiel steiler vorkommen und ihr müsst mehr schalten. Verringert ihr den Wert, dann solltet ihr mit weniger Gängen an den Rampen auskommen.

Nochmals: Es ist wichtig zu verstehen, dass die Einstellung nichts daran ändert, wie viel Leistung in Watt ihr benötigt um den Berg hoch zukommen.

Wenn ihr also mit einem Smarttrainer unterwegs seid und es öfters vorkommt, dass ihr bei Anstiegen und Abfahrten stehen gelassen werdet, dann könnte dies an der Einstellung „Trainer Difficulty“ bzw. „Trainer Schwierigkeitsgrad“ liegen. Fahrer mit einfachen Rollentrainern, die nicht von Zwift unterstützt werden, haben es da nämlich einfacher, weil sie immer gegen den gleichen Widerstand treten.

Welches ist das schnellste Zwift-Bike?

Bei diesem Artikel auf Zwiftinsider.com werden die fünf schnellsten Zwift-Bikes mit Laufrädern vorgestellt. Auf einer Referenzstrecke wurden diese verglichen und die unterschiedlichen Zeiten geben Aufschluss darüber, wie viel ihr mit besserem virtuellen Equipment herausholen könnt. Mit dem schnellsten Set-Up habt ihr gegenüber dem langsamsten bei einem Rennen über ca. 1h einen Vorteil von ca. 1 Minute.

Kann man auch echte Strecken / Höhenprofile mit Zwift abfahren?

Wer eine bestimmte echte Strecke mit entsprechendem Höhenprofil nachfahren möchte, zum Beispiel um sich auf eine Wettkampfstrecke vorzubereiten, der kann sofern vorhanden die GPX Koordinaten verwenden um ein entsprechendes Zwift Workout zu erstellen, dass genau die Anstiege der echten Strecke im ERG-Modus abbildet. Gefahren wird dann natürlich auf den bekannten Zwift Karten Watopia, London, Innsbruck, Richmond oder New York.

Schritt 1: Strecke als GPX herunterladen (z.B. bei Strava oder Garmin)
Schritt 2: Upload der GPX Datei bei diesem online Tool
Schritt 3: Download der ZWO-Datei
Schritt 4: Kopiere die ZWO-Datei in den Benutzerordner unter Documents \ Zwift \ Workouts

In Zwift sollte unter „Custom Workouts“ nun dein neues Workout mit deiner eigenen Strecke bereitstehen.